Die "heilige" Pause - Pausen für feinfühlige Frauen bei Überreizung für mehr Energie im Alltag
Seit langem habe ich das Gefühl, dass Pausen etwas "Heilges" sind. Heilig in dem Sinne, dass sie auf ein Podest gehoben werden. Es geht etwas in die Richtung des Selbstoptimierungswahns. Pausen werden zur Pflicht, sie werden angepriesen, man verdient sie sich, sie sollten auf bestimmte Art und Weise gestaltet sein. Ich selbst habe das lange so gehalten.
Mir stellen sich jedoch immer häufiger die Fragen:
Sollte eine Pause nicht eigentlich etwas so Natürliches und Wichtiges sein, dass diese ohne zu Fragen, ohne zu erkämpfen und 100 mal ausgeschmückt zu werden ein Teil des Alltags sein sollte?
Warum brauche ich überhaupt nach bestimmten Dingen eine Pause?
Und warum verbinden wir Pausen oft mit still auf dem Sofa sitzen?
Jeder gewinnt auf andere Art und Weise Energie zurück und jeder sollte nach seiner individuellen Art der Pause schauen. Nur weil Person xy es so macht, heißt das noch lange nicht, dass es für dich ebenfalls so wirkt und gut ist.
Lass es dir gerne mal bei einem gemütlichen Tee, Kaffee, deiner Joggingrunde oder z.B. beim Mandala Ausmalen durch den Kopf gehen.

Pausen sind aus meiner Sicht notwendige Grundbausteine, die so oft in deinen individuellen Alltag eingebaut werden sollten, wie du sie brauchst. Das heißt nicht, dass du dir dafür immer eine Stunde freischaufeln musst. Natürlich gibt es Tage, die erlauben nur wenig Spielraum für Pausen. An der Stelle empfehle ich in meinen Coachings übrigens immer die Mikropause. Es reicht oft schon ein Impuls zum Beispiel über den Körper, um den Fokus zu verändern. Um dem Nervensystem einen Impuls Richtung Parasympathikus zu geben - ein klein wenig. Und auch hier ist die goldenen Regel: orientiere dich nicht an Anderen. Jeder hat ein unterschiedliches Energielevel, die Art mit Dingen umzugehen, Filter und Erholungsmöglichkeiten.
Gerade als feinfühliger Mensch ist es unabdingbar. Hand aufs Herz, wer kennt es nicht?
Man geht so schnell über seine eigenen Bedürfnisse und vergisst rechtzeitig Pausen zu machen. Die Folge: Überreizung. Und wenn wir uns darum nicht kümmern kann das zum Beispiel zu chronischer Erschöpfung führen. Denn wir haben zwar auf der einen Seite einen unglaublich starken Kern und sind belastbar, auf der anderen Seite brauchen wir jedoch meist etwas länger, bis wir alles verarbeitet und uns erholt haben. Oft düsen wir bereits wieder los, bevor wir wieder in unserer vollen Energie sind und befinden uns dann vielleicht sogar trotz Pausen wieder schnell in der Überreizung.
Hier lohnt es sich hin zu schauen und ehrlich zu reflektieren, ob die Art der Pause, die du für dich bei Überreizung machst, dich ganzheitlich wieder in deine Kraft bringt, oder ob sie dich nur betäubt und dein Gedankenkreisen stoppt.
Meine Empfehlung:
Sei sanft zu dir. Beobachte ohne dich zu verurteilen und gehe langsam Schritt für Schritt in Veränderung. Die Schritte dürfen klein sein ... Du und dein Nervensystem sollten mitkommen und Gewohnheiten umzustellen, die dich mehr kosten, als sie dir geben, verdienen deine Aufmerksamkeit.
Dein Extra am Ende von meinem kurzen Blog-Artikel
Ich möchte dir an dieser Stelle eine simple kleine Idee für eine Mikropause in deinem Alltag mitgeben. Was du überall machen kannst ist Folgendes:
Lenke deinen Fokus kurz auf deine Füße, bewege deine Zehen und spüre den Untergrund. Nimm dann die kleine Bewegung vom Bauch wahr, die durch dein Atmen entsteht.
Niemand wird das bemerken. (Hinweis: Bitte verändere deine Atmung nicht maßgeblich. Atemübungen sind nicht für jeden geeignet. Es geht "nur" um die Wahrnehmung.) Es gibt noch so viele andere Möglichkeiten. Probier es aus. Vielleicht greift diese Übung bei dir. Wenn nicht, dann liegt das nicht an dir, sondern nur daran, dass es nicht die passende Übung für dich im Moment ist.
Kreative Grüße aus meinem Atelier,
Laurah
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Pausen für feinfühlige Frauen bei Überreizung für mehr Energie

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